Nuklearmedizin am Raschplatz - Hannover

Lymphabstromszintigraphie

Bei der Lymphabstromszintigraphie handelt es sich um ein Untersuchungsverfahren der Nuklearmedizin.

Es kann einerseits der sogenannte Wächter-Lymphknoten bei bösartigen Tumorerkrankungen dargestellt werden, andererseits besteht eine weitere Möglichkeit in der Darstellung der Lymphabflusswege, z.B. bei Lymphödemen.

Indikationen (Anwendungsgebiete) der Lymphabstromszintigraphie:

  • Darstellung des Sentinel-Lymphknoten (Wächter-Lymphknoten, z.B. Mammakarzinom, malignes Melanom (Hautkrebs)).
  • Darstellung der Lymphabstromwege bei Lymphödem.

Das Verfahren:

  • Für die Darstellung des Sentinel-Lymphknoten (Wächter-Lymphknoten) wird ein Radiopharmakon in nächster Nähe zum bösartigen Tumor in die Haut injiziert. Im Folgenden werden dann dynamische Aufnahmen für ca. 10-15 Minuten mit einer speziellen Kamera (Gamma-Kamera) erstellt. Im weiteren Verlauf, zur genauen Lokalisation des Wächter-Lymphknoten, werden dann einzelne Aufnahmen in der Region der darstellbaren Lymphknoten durchgeführt. Das Verfahren kann wenige Minuten bis mehrere Stunden dauern, dies hängt von der Geschwindigkeit des Abstroms des injizierten Radiopharmakons aus der Tumorregion in die Lymphknotenregion ab.
  • Zur Darstellung der Lymphabflusswege wird das Radiopharmakon in die Zwischenzehen oder auch Fingerzwischenräume injiziert. Dann folgt eine dynamische Aufnahme, entweder der Hände oder Füße, sowie der Arme und Beine. Die Aufnahmen werden in Zeitfenstern von ca. 15 Minuten und je nach Abflussgeschwindigkeit mit einer speziellen Kamera (Gamma-Kamera) aufgenommen. In Abhängigkeit der verzögerten Lymphabstromgeschwindigkeit kann dieses Verfahren wenige Minuten bis mehrere Stunden andauern. Möglicherweise ist auch ein Spaziergang während der Untersuchung notwendig.
  • Bei den Radionukliden handelt es sich um Stoffe mit kurzer Halbwertzeit, so dass diese unbedenklich eingesetzt werden können. Allerdings überprüft unser Team dieses bei jedem Patienten am Tage der Untersuchung.

    Wenn Sie schwanger sind, oder stillen, teilen Sie uns dies bitte bei der Anmeldung zur Untersuchung mit.

    Das Verfahren hat für den Patienten folgende Vorzüge:

    • Die Lokalisation des Wächter-Lymphknoten lässt die operative Entfernung dieses Lymphknotens zu, dieser wird dann auf bösartige Zellen untersucht.
    • Die Lymphabstromszintigraphie zeigt zügig die Lokalisation (Stelle) eines unterbrochenen Lymphabstroms als Ursache eines möglichen Lymphödems an.

    Vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

    Weitere Informationen zur Lymphabstromszintigraphie finden Sie bei Wikipedia unter folgendem Link:

    http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4chterlymphknoten