Nuklearmedizin am Raschplatz - Hannover

Knochenszintigraphien

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Die Knochenszintigraphie(Skelettszintigraphie) ist eine nuklearmedizinische Untersuchungsmethode zur Darstellung des Knochenstoffwechsels.

Es werden Knochenumbauprozesse der verschiedensten Ursachen dargestellt. So z.B. bei Zustand nach Knochenbrüchen oder auch bösartigen Veränderungen, wie bei Knochentumoren oder Metastasen.

Auch können Umbauprozesse des Knochens bei Zuständen nach künstlichem Gelenkersatz dargestellt werden. Dies insbesondere wenn es um die Frage nach Lockerung der Gelenkprothesen geht.

Indikationen (Anwendungsgebiete) der Knochenszintigraphien:

  • Knochenmetastasen (z.B. Prostatakarzinom, Mammakarzinom, Bronchialkarzinom,Nierenzellkarzinom, etc.)
  • Maligne (bösartige) Tumore des Knochens (z.B. Osteosarkom, Plasmozytom), auch gutartige Knochentumore können dargestellt werden (z.B. Osteom, Osteoidosteom, aktive Knochenzysten, Enchondrom, etc.)
  • Frakturen oder Verletzungen des Knochens, welche in Röntgenuntersuchungen noch nicht zu erkennen sind (z.B. Ermüdungsfrakturen, Stressfrakturen, Wirbelkörperfrakturen, etc).
  • In primären Röntgenuntersuchungen nicht zu erkennende Knochenverletzungen
  • Lockerungen von implantierten Gelenkprothesen (z.B. Hüftgelenks- oder Kniegelenksprothesen).

Das Verfahren:

Bei der Skelettszintigraphie handelt es sich um eine Untersuchung des Knochenstoffwechsels.

Dazu wird Technetium-99m-Phosphonat als Radiopharmakon benutzt. Es wird über eine Vene verabreicht und verteilt sich dann im Körper vor allem in den Knochen.

Direkt nach der Injektion folgen Aufnahmen mit einem speziellen Kamerasystem (Gamma-Kamera) zur Darstellung der Weichteilphase, 2-3 Std. später folgt dann die Aufnahme zur Darstellung der Mineralisationsphase(Knochenstoffwechselphase). In vielen Fällen wird dann noch eine Aufnahme der Wirbelsäule mittels SPECT-Technik notwendig, die dann dreidimensional z.B. Wirbelkörper darstellt, und somit kleinste Veränderungen des Knochenstoffwechsels zeigt. Daher benötigt die Untersuchung ca.4Stunden, 2 Stunden davon sind Wartezeit in der Sie meistens die Praxis verlassen können, um z.B. Besorgungen in der Stadt zu erledigen.

Bei den Radionukliden handelt es sich um Stoffe mit kurzer Halbwertzeit, so dass diese unbedenklich eingesetzt werden können. Allerdings überprüft unser Team dieses bei jedem Patienten am Tage der Untersuchung.

Wenn Sie schwanger sind, oder stillen, teilen Sie uns dies bitte bei der Anmeldung zur Untersuchung mit.

Das Verfahren hat für den Patienten folgende Vorzüge:

  • Der Nachweis oder Ausschluss von Knochenmetastasen verändert die Therapiekonzepte.
  • Lockerungen von Gelenk-Prothesen werden objektiviert.
  • Bisher unerkannte Frakturen können behandelt werden.

Vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

Weitere Informationen zur Knochenszintigraphien finden Sie bei Wikipedia unter folgendem Link:

 http://de.wikipedia.org/wiki/Knochenszintigraphie