Kardiologie

Myokardszintigraphie

Die Myokardszintigraphie überprüft die Durchblutung des Herzmuskels in Ruhe und unter Belastung. So lassen sich Engstellen der Herzkranzgefäße erkennen, Narbengewebe von noch lebendem Gewebe unterscheiden und der Erfolg einer Behandlung beurteilen, ohne einen Herzkatheter zu benötigen. Gesamtdauer: etwa drei bis vier Stunden.

  • Kein Koffein für 12 Stunden vorher (Kaffee, Tee, Cola, Energy-Drinks, Schokolade, Bananen).
  • Morgens nur leichtes, fettarmes Frühstück.
  • Betablocker oder Nitropräparate: Einnahme mit behandelnder Praxis absprechen.
  • Asthma, schwere COPD, Schwangerschaft oder Stillzeit vorab mitteilen.
  • Bequeme Kleidung und Schuhe (ggf. Ergometer-Belastung).

  • Gültiger Überweisungsschein mit Untersuchungsauftrag und Diagnose
  • Krankenversicherungskarte
  • Kleine fetthaltige Mahlzeit (z. B. Käse-/Wurstbrot) und 0,5 l Wasser
  • Vorbefunde (Herzkatheter- oder Herz-OP-Berichte, falls vorhanden)
  • Aktuelle Medikamentenliste
  • Gegebenenfalls Schmerzmedikamente für ruhiges Liegen
  • Gegebenenfalls Dolmetscher
  • Bei Minderjährigen: Erziehungsberechtigte oder Einwilligung

Tag 1: Belastungsuntersuchung

 

  • Ankunft und Vorbereitung: Anmeldung, Kurzgespräch, Blutdruckmessung, EKG, Venenzugang.
  • Belastung: Medikamentöse Belastung oder Fahrradergometrie, Injektion des Markers auf dem Höhepunkt der Belastung.
  • Fetthaltige Mahlzeit: Direkt danach 30 Minuten Pause mit der mitgebrachten Mahlzeit und anschließend etwas Bewegung, damit der Marker schneller weitertransportiert wird und die Herzbilder besser auswertbar sind.
  • Bildaufnahme: Ca. 8 bis 10 Minuten, ruhiges Liegen erforderlich.

 

Tag 2: Ruheuntersuchung

 

  • Injektion des Markers ohne erneute Belastung.
  • Bildaufnahme wie am ersten Tag.

  • Viel trinken, damit die Substanz schneller ausgeschieden wird.
  • Am Untersuchungstag engen Körperkontakt zu kleinen Kindern vermeiden.

  • Befund wird zeitnah an Ihre behandelnde Praxis weitergeleitet.
  • Privatpatienten erhalten den Befund zusätzlich per Post.
  • Bei aktiviertem elektronischen Patientenfach (ePA) wird der Befund dort zusätzlich hinterlegt.

 

Radionuklidventrikulographie (RNV)

Die RNV beurteilt die Pumpfunktion und Wandbewegung der Herzkammern. Körpereigene rote Blutkörperchen werden leicht radioaktiv markiert, eine EKG-gesteuerte Gammakamera zeichnet Füllung und Entleerung des Herzens auf. Eingesetzt vor allem zur Überwachung der Herzfunktion während bestimmter Chemotherapien und bei bekannter Herzschwäche.

PET-CT des Herzens

Das kardiologische PET-CT prüft, ob nach einem Herzinfarkt geschädigtes Herzmuskelgewebe noch lebens- und funktionsfähig ist, misst die genaue Durchblutung und klärt Entzündungen ab, etwa bei Herzmuskelentzündung, Sarkoidose oder Infektionen an Herzklappen. Vollständig nicht-invasiv, Gesamtdauer etwa ein bis drei Stunden, in der Regel nüchtern und kein Koffein vor der Untersuchung.