Urologie

Nierenszintigraphie

Die Nierenszintigraphie beurteilt Funktion, Durchblutung und Harnabfluss beider Nieren getrennt voneinander. Sie kommt bei Harnabflussstörungen, nach Nierentransplantation oder bei angeborenen Fehlbildungen zum Einsatz. Zwei Varianten stehen zur Verfügung: Die dynamische Szintigraphie (Aufnahme direkt nach Injektion, Dauer ca. 30 Minuten, Gesamtdauer ca. eine Stunde) und die statische Szintigraphie (Aufnahme zwei bis vier Stunden nach Injektion, zeigt Nierengewebe und Vernarbungen).

  • Keine Nüchternheit erforderlich.

  • Medikamente wie gewohnt, Absprache bei ACE-Hemmern empfohlen.

  • Gut hydriert erscheinen: In der Stunde vor der Untersuchung ca. 1 Liter trinken.

  • Unmittelbar vor der Untersuchung Blase entleeren.

  • Kein jodhaltiges Kontrastmittel in den letzten zwei Wochen.

  • Schwangerschaft oder Stillzeit unbedingt vorab mitteilen.

  • Gültiger Überweisungsschein
  • Krankenversicherungskarte
  • Aktuelle PSA-Werte und Vorbefunde (CT, MRT auf CD)
  • Aktuelle Medikamentenliste
  • Gegebenenfalls Dolmetscher

  • Aufklärungsgespräch: Klärung von Ablauf und möglichen Kontraindikationen.
  • Injektion: PSMA-Tracer (⁶⁸Ga-PSMA oder ¹F-PSMA) über eine Armvene.
  • Wartezeit: Ca. 45 bis 60 Minuten, bis der Tracer sich verteilt hat.
  • Aufnahme: Ca. 20 bis 30 Minuten im Scanner.
  • Gesamtdauer: Zwei bis drei Stunden.

  • Viel trinken, damit der Tracer über die Nieren ausgeschieden wird.
  • Am Untersuchungstag engen Körperkontakt zu kleinen Kindern vermeiden.

  • Befund wird zeitnah an Ihre behandelnde Praxis weitergeleitet.
  • Privatpatienten erhalten den Befund zusätzlich per Post.
  • Bei aktiviertem elektronischen Patientenfach (ePA) wird der Befund dort zusätzlich hinterlegt.

 

PSMA-PET-CT bei Prostatakrebs

Das PSMA-PET-CT ist das präziseste Verfahren zur Darstellung von Prostatakrebszellen und Metastasen im gesamten Körper. Es nutzt, dass Prostatakrebszellen das Eiweiß PSMA bis zu tausendfach stärker auf ihrer Oberfläche tragen als gesundes Gewebe. Eingesetzt wird es beim PSA-Anstieg nach Operation oder Bestrahlung, beim Erst-Staging aggressiver Tumoren sowie zur Planung einer PSMA-Radioligandentherapie.

  • Keine Nüchternheit erforderlich.

  • Ausreichend Wasser trinken vor und nach der Untersuchung.

  • Vorbefunde, PSA-Wert und Informationen über Vorbehandlungen mitbringen.

  • Bei CT-Kontrastmittelgabe: aktuelle Schilddrüsen- und Nierenwerte (TSH, Kreatinin) mitbringen.

  • Diabetiker mit Metformin und eingeschränkter Nierenfunktion: Pausierung mit Arzt besprechen.

  • Gültiger Überweisungsschein
  • Krankenversicherungskarte
  • Vorbefunde (Ultraschall, Laborwerte, Arztbriefe)
  • Aktuelle Medikamentenliste
  • Gegebenenfalls Dolmetscher
  • Bei Minderjährigen: Erziehungsberechtigte oder Einwilligung

  • Vorgespräch: Klärung von Fragestellung, Medikamenten und Vorbefunden.
  • Injektion: Radiopharmakon über Armvene (MAG3 oder DTPA für dynamisch, DMSA für statisch).
  • Aufnahme: Ruhiges Liegen vor der Gammakamera, ca. 20 bis 35 Minuten.
  • Bei statischer Szintigraphie: Wartezeit zwei bis vier Stunden vor der Aufnahme.

  • Viel trinken, damit die Substanz über den Urin schnell ausgeschieden wird.
  • Am Untersuchungstag engen Körperkontakt zu kleinen Kindern vermeiden.

  • Befund wird zeitnah an Ihre behandelnde Praxis weitergeleitet.
  • Privatpatienten erhalten den Befund zusätzlich per Post.
  • Bei aktiviertem elektronischen Patientenfach (ePA) wird der Befund dort zusätzlich hinterlegt.

 

FDG-PET-CT in der Urologie

Bei Nieren-, Hoden- und Blasenkrebs hilft das ¹⁸F-FDG-PET-CT bei der Metastasensuche und Therapiekontrolle. Beim Prostatakrebs ist das PSMA-PET-CT überlegen und wird bevorzugt eingesetzt.