Neurologie

Morbus Alzheimer

Bei Verdacht auf Morbus Alzheimer kann eine PET-CT-Untersuchung helfen, die Diagnose zu sichern. Je nach Fragestellung kommen dabei unterschiedliche Tracer zum Einsatz.
Amyloid-PET-CT: Mit den Tracern Vizamyl oder NeuraCeq lässt sich sichtbar machen, ob sich im Gehirn Amyloid-Plaques abgelagert haben, ein typisches Merkmal der Alzheimer-Erkrankung.
Tau-PET-CT: Zeigt die Verteilung von Tau-Proteinen im Gehirn. In unserer Praxis in Kürze verfügbar.

F-FDG-PET-CT in der Neurologie

In der Neurologie wird meist die ¹⁸F-FDG-PET-CT zur Darstellung des regionalen Glukosestoffwechsels eingesetzt, vor allem bei folgenden Fragestellungen:

  • Demenz: Neben Alzheimer gibt es weitere Demenzformen, die sich mit dem FDG-PET-CT unterscheiden lassen, zum Beispiel Morbus Alzheimer von einer frontotemporalen Demenz.
  • Epilepsie: Hilft, den Ursprungsort der Anfälle im Gehirn zu lokalisieren, besonders bei der Planung eines operativen Eingriffs.
  • Parkinson-Syndrome: Mittels spezifischer Tracer wie DaTSCAN oder FDG lassen sich verschiedene Parkinson-Erkrankungen voneinander unterscheiden. Mehr dazu im Abschnitt Morbus Parkinson.
  • Neuro-Post-COVID: Zeigt, ob einzelne Hirnregionen einen veränderten Stoffwechsel aufweisen bei anhaltenden neurologischen Beschwerden nach einer COVID-19-Erkrankung.

Morbus Parkinson (DaTSCAN)

Der DaTSCAN macht die Dopamin-Transporter im Gehirn sichtbar und hilft, ein Parkinson-Syndrom von anderen Erkrankungen wie dem essenziellen Tremor abzugrenzen. Ein radioaktiv markierter Tracer auf Jod-123-Basis wird injiziert und lagert sich an die Dopamin-Transporter an. Anschließend erstellt eine SPECT-Kamera ein Bild der Verteilung im Gehirn.

  • Rechtzeitiges Erscheinen, damit die Geräte vorbereitet und geprüft werden können.
  • Keine Nüchternheit erforderlich, normales Essen und Trinken erlaubt.
  • Medikamentenliste mitbringen: Bestimmte Medikamente (z. B. manche Antidepressiva, ADHS-Medikamente wie Ritalin oder Bupropion) müssen vorab nach ärztlicher Absprache pausiert werden. Klassische Parkinson-Medikamente wie L-Dopa in der Regel kein Problem.
  • Schwangerschaft oder Stillzeit unbedingt vor der Terminvergabe mitteilen.
  • Platzangst frühzeitig mitteilen, Besichtigung der Geräte vor dem Termin möglich.
  • Anruf zur Terminbestätigung etwa zwei Tage vorher, da das Untersuchungsmittel extra für Sie bestellt wird.
  • Strahlenbelastung gering, vergleichbar mit einer normalen Röntgenuntersuchung.

  • Gültiger Überweisungsschein mit Auftrag der Untersuchungsart
  • Krankenversicherungskarte
  • Aktuelle Medikamentenliste
  • Untersuchungsbezogene Vorbefunde
  • Gegebenenfalls einen Dolmetscher
  • Bei Minderjährigen: Erziehungsberechtigte Person oder schriftliche Einwilligung

  • Schilddrüsenschutz: Einnahme von Jod-Tropfen, Wirkzeit etwa eine Stunde.
  • Injektion: Gabe des schwach radioaktiven Tracers über eine Armvene.
  • Wartezeit: Etwa drei Stunden, bis sich die Substanz optimal im Gehirn angereichert hat.
  • SPECT-Aufnahme: Ca. 30 bis 40 Minuten, ruhiges Liegen erforderlich.
  • Gesamtdauer: Etwa fünf bis sechs Stunden, Praxis in den Pausen verlassen möglich.

  • Viel trinken, damit die Substanz schneller ausgeschieden wird.
  • Am Untersuchungstag längeren Körperkontakt zu kleinen Kindern vermeiden.

  • Befund wird zeitnah an Ihre behandelnde Praxis weitergeleitet.
  • Privatpatienten erhalten den Befund zusätzlich per Post.
  • Bei aktiviertem elektronischen Patientenfach (ePA) wird der Befund dort zusätzlich hinterlegt.